Eine Taufe ist eine Sache, bei der Wasser eine wesentliche Rolle spielt. Doch manche Besucher des Gottesdienstes an der Fils hatten Zweifel daran, ob es nicht doch zuviel Naß sein würde, nachdem der Sonntagmorgen mit Regen begonnen hatte. Es gab jedoch kein Zurück. Die zuversichtlichen Organisatoren hatten bereits ein Zelt für die Lobpreisband aufgestellt und die gesamte Technik vorbereitet. Die Zuschauer hatten sich, je nach Einstellung, mit Schirm und Anorak für alle Fälle gerüstet. So stand einem fröhlichen Gottesdienst nichts mehr im Weg.
Die Gemeinde stimmte sich während der verschiedenen Lieder auf das weitere Geschehen ein. Frank Mader predigte über das Thema ‚Mehr‘ nach Lukas 17, 15-16. Der Frage der Jünger nach mehr Glauben stellte Jesus das Gleichnis vom Senfkorn entgegen. Gott misst nicht mit menschlichen Maßstäben. Nach Hudson Taylor braucht der Mensch keinen großen Glauben, sondern den Glauben an einen großen Gott.
Nun kam der Höhepunkt dieses Gottesdienstes – die Taufe. Jonathan wählte als Taufspruch Röm. 15,13: “Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des heiligen Geistes”. In einem Zwiegespräch mit dem Pastor berichtete Jonathan, dass er den Entschluss zum treuen Bekenntnis zu Jesus und damit zur Taufe bereits vor Monaten gefasst hatte. Neben der Jugendgruppe ist für Jonathan auch eine Aufnahme in die Gemeinde ganz wesentlich.
Gestärkt wird er durch die ganze Gemeinschaft hinter ihm, auch durch seine gläubige Familie. Das Untertauchen in der Fils brachte Jonathan ausgesprochen mutig hinter sich. Assistiert wurde er von seinem Bruder und unserem Pastor. Die Gäste hielt es nicht mehr auf ihren Stühlen. Sie begleiteten die Taufe ganz aus der Nähe.
Der leicht getrocknete Täufling empfing die guten Wünsche der Gemeinde durch Klaus Bai. Ein Feigenbaum, der für die Wiederkunft von Jesus steht, war das Geschenk.
Weil die Sonne uns zum Schluss noch einige Strahlen sandte und es keinen Tropfen geregnet hatte, konnten die zahlreichen Besucher noch im Gespräch verweilen und das Ereignis nachklingen lassen.
Text: Uli Ludwig






