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Mutig und beweglich – auf den ersten Blick scheint das nicht so recht zusammenzupassen.
Wer mutig ist, steht doch fest, oder? Und wer beweglich ist, ist doch ständig in Bewegung. Im Glauben gehören beides zusammen. Ich nenne es „bewegliche Standhaftigkeit“. Es beschreibt genau das, wozu Gott uns als Gemeinde ruft: fest in ihm verwurzelt, aber innerlich offen und bereit, Schritte zu gehen.

Unsere Standhaftigkeit kommt nicht aus eigener Stärke. Sie gründet sich auf Jesus Christus und sein Wort. Darauf dürfen wir uns verlassen, auch wenn vieles um uns herum ins Wanken gerät.
Gottes Zusagen bleiben, auch wenn Meinungen wechseln. Seine Wahrheit trägt, auch wenn unsere Gefühle Achterbahn fahren.

Gerade weil unser Fundament so fest ist, dürfen wir beweglich sein. Gottes Wort ist lebendig – es will uns nicht in eine starre Haltung bringen, sondern uns in Bewegung setzen.
Manchmal sprengt es unsere gewohnten Denkmuster, deckt falsche Sicherheiten auf, ruft uns aus der Komfortzone. Beweglich zu sein bedeutet dann ganz praktisch: neu hinzuhören, was Gott in dieser Zeit zu uns sagt; Gewohntes zu hinterfragen; und bereit zu sein, neue Wege zu gehen – im persönlichen Glauben, im Miteinander der Gemeinde und in unserem Dienst nach außen. Gottes Geist ermutigt uns zu mutigen Schritten – und zugleich dazu, nicht kopflos loszurennen. So wächst ein Mut, der nicht aus Aktionismus entsteht, sondern aus der Gewissheit: Wir sind auf diesem Weg nicht allein.

Vielleicht ist „mutig und beweglich“ genau das, was Gott uns für die nächste Wegstrecke schenken möchte: Mut, seinem Wort mehr zu vertrauen als unseren Ängsten. Mut, Schritte zu wagen, auch wenn wir noch nicht alles sehen.
Beweglichkeit, die aus der Gewissheit wächst:
Mein Leben, unser Gemeindeleben, ist in Gottes Hand. Wenn wir so unterwegs sind, darf unsere Gemeinde ein Ort werden, an dem Menschen die Kraft, die Liebe und die Besonnenheit Gottes ganz konkret erleben.

„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
(2. Tim 1,7)